ZÜRICH, GENF, LAUSANNE, 27. Januar 2026 – In diesem Jahr richten Arbeitgeber ihren Fokus auf die Vergütungsstrategie. Erfolgreiches Personalmanagement wird 2026 nicht davon abhängen, wie gross das Budget ist, sondern wie es gezielt eingesetzt wird. Da KI-Projekte noch keine Einsparungen mit sich bringen, müssen die Vergütungen den realen Personalbedarf abdecken.
Die Schweizer Budgets für Vergütungen bleiben für 2026 stabil bei 2.5 % und entsprechen damit den tatsächlich umgesetzten Erhöhungen im Jahr 2025. Die Inflationserwartungen haben sich in vielen Volkswirtschaften eingependelt, was den Bedarf an reaktiven Lohnanpassungen reduziert. Unternehmen wird es so möglich, ihre Vergütungsstrategien vorausschauend zu planen. Das zeigt die aktuelle Salary Budget Planning Survey von WTW (NASDAQ: WTW).
Die Budgets für Vergütungen dürften 2026 stabil bleiben, da mehr Klarheit herrscht, Prioritäten disziplinierter gesetzt werden und besser verstanden wird, wo Vergütung einen messbaren Mehrwert schaffen kann.
Unternehmen passen Budgets selektiv an – Kostendisziplin dominiert
Für den laufenden Zyklus haben 47.7 % der Arbeitgeber ihre ursprünglich zur Jahresmitte festgelegten Vergütungen nicht angepasst. Während 7.8 % ihre Budgets erhöhen, planen 30.5 % eine Reduktion. Bei jenen Unternehmen, die Änderungen an ihren ursprünglichen Budgetannahmen vorgenommen haben, beeinflussen insbesondere erwartete Rezession bzw. schlechtere Geschäftsergebnisse (37.9 %), Bedenken bzgl. Kostenmanagement (32.8 %), erwartete bessere Geschäftsergebnisse (20.7 %), Inflationsdruck (17.2 %) und Sorgen über einen angespannten Arbeitsmarkt (13.8 %) die Budgetentscheidungen.
Vergütung als strategisches Steuerungselement
«Arbeitgeber starten mit klareren Vergütungsprioritäten und grösserer Disziplin ins Jahr 2026. Vergütungen werden nicht mehr nur als finanzielle Grösse verstanden, sondern als strategisches Steuerungsinstrument. Hinter den stabilen Durchschnittswerten verbergen sich jedoch bedeutende Verschiebungen in der Art und Weise, wie Unternehmen Vergütung verteilen, Komplexität managen und für eine Belegschaft planen, die sich schneller verändert als traditionelle Budgetzyklen», sagt Anna Ylikorkala, Senior Consultant WTW Schweiz. «Im kommenden Jahr wird der Erfolg nicht davon abhängen, wie gross das Budget ist, sondern wie gezielt es eingesetzt wird. Stabilität mag das Fazit zum Jahresende sein – doch die Strategie bestimmt, was als Nächstes kommt.»




